Der SMABARREL

Beim SMABARREL handelt es sich um ein „Klicksystem“. Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen und häufig steinigen Wege arbeiten wir mit zwei runden 18.9L Wasserkanistern, welche in der Mitte mit einem Verschluss verbunden werden.

Warum arbeiten wir mit diesem Verschluss?

Die Menschen müssen häufig klettern oder steile Wege gehen, um zu Ihrem Wasser zu gelangen,. Deswegen binden sich viele Einwohner die Kanister mit einem Schal an den Rücken. Mit dem SMABARREL können sie das Wasser in den ebenen Teilen der Strecke rollen und ansonsten die Konstruktion selbst auseinander bauen und tragen. Wir orientieren uns somit an dem gewöhnlichen Verhalten der Einwohner und versuchen dann vereinzelt Vorteile zu schaffen.

Warum bauen wir nicht einfach Leitungen?

Unsere Umfrage hat ergeben, dass viele Frauen die weiten Strecken nutzen, um mit anderen Frauen zu „networken“. Sie können auf dieser Strecke mit ihnen ungestört reden, da Männer nicht beim Wasserholen helfen. Somit erleichtern wir den Frauen die Strecke, aber nehmen ihnen diese „Zeit für sich“ nicht weg. Das macht das Produkt für unsere Hauptzielgruppe wesentlich attraktiver.  Viele Regionen können nicht mit Leitungen versehen werden. Diesen Menschen müssen wir trotzdem helfen.

Produktdesign

Der SMABARREL besteht aus 4 Teilen: Zwei rollbare Wasserkanister, welche eine Außenverkleidung besitzen, damit sie nicht so schnell abnutzen, einem Verschluss- und Verbindungsteil in der Mitte und einer Rahmen.

Die Wasserkanister werden vor Ort dazu gekauft, Verschluss und Schiebegriff werden von SMABARREL produziert.

Es gibt bereits Wassertransporter für Entwicklungsländer, diese sind aber bisher für die Einwohner de facto nicht bezahlbar (Q-Drum/Hipporoller). Wir sind mit dieser Zusammenstellung der Bauelemente das Patent „Transporting and treating water“ (WO 2010054300 A2) umgangen und haben versucht Problematik der Zielgruppe noch besser zu lösen. Denn die steinigen Wege und vielfältigen Hindernisse können nicht mit einem einfachen rollbaren Kanister gelöst werden.

Der Verschluss wird noch vor Ende des Jahres 2017 mit einem 3D-Drucker hergestellt und von uns getestet. Januar/Februar 2018 werden wir den Prototypen vor Ort einführen, um die Reaktionen der Nutzer testen zu können.

Unternehmerischer Ansatz 

Auch  Enactus, eine internationale Studierendenorganisation und unser Dachverband, stellt uns hohe Anforderungen, die erfüllt werden müssen, damit unser Projekt zum Erfolg geführt werden kann.

Der Fokus wird auf soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit gesetzt.

Diese müssen allesamt gleichzeitig gewährleistet sein, da nur so eine zukunftsfähige Entwicklung sichergestellt werden kann. Dieses Kriterium findet sich im Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung wieder.

Was sind unsere Ziele?

Unsere enorm bedeutsamen Ziele sind es den Lebensstandard und die Lebensqualität dieser Menschen nach den 17 Sustainable Development-Goals der UN zu erhöhen. Um diesen Leuten in Not helfen zu können, muss eine unternehmerische Lösung gefunden werden, damit ein effektives Empowerment gewährleistet werden kann. Dafür müssen nötiges Wissen und handwerkliche Fähigkeiten von uns an die Bedürftigen weitergegeben werden. Der Fokus liegt darauf, dass sich unsere People in Need aus der Abhängigkeit befreien können, um sich zielstrebig in Richtung Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu bewegen.

Zielland: Äthiopien

 

Hallo!

Wir sind so gespannt auf das nun kommende Jahr und die aufregenden Entwicklungen! Wir erzählen euch viel über uns, doch 2018 möchten wir mit einem kleinen Beitrag über unsere Destination im osten Afrikas beginnen.

 Die Basics

Äthiopien ist entgegen Schätzungen Vieler, ein Land mit mehr Einwohnern als Deutschland. Rund 102 Millionen Menschen leben dort – Tendenz steigend!

Davon waren 2015 rund 60% ohne eine direkte Trinkwasserversorgung.

Auch flächentechnisch ist dieses Land gigantisch: Nach Nigeria ist Äthiopien auf Platz zwei der größten Länder Afrikas.

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